Was wurde aus...
Valentinstag?
01/02/10
Spotlight
01/02/10Rote Rosen, süße Plüschelefanten und Nougat-Pralinen in Herz-Form. So sieht für einige Verliebte ein vorbildlicher Valentinstag aus. Während dieser Tag in den USA und einigen anderen Ländern so groß ist wie der Nationalfeiertag, wird der 14. Februar hierzulande so ernst genommen wie –sagen wir mal- die Schweinegrippe.
Von „scheiß Kommerz“ bis hin zu „wenn ich nix krieg’, bin ich beleidigt“ wird sich vor allem viel aufgeregt.
Was aber soll überhaupt das ganze Tam-Tam um ein Datum für die Liebe? Das weiß keiner! Und weil dieser Valentin vor langer Zeit noch nicht in seinem Love-Blog posten konnte, was eigentlich genau sein Auftrag ist, bleiben einzig und allein die Legenden, die vermuten lassen wie der Valentinstag entstanden ist.
Version 1: Valentin war ein italienischer Bischof, der alles traute, was sich liebte und dafür geköpft wurde.
Version 2: Die Verliebten der High Society in England haben sich schon im 15. Jahrhundert Blümchen und Liebesbriefe geschenkt. Das haben die Amerikaner später übernommen.
Bis heute verfallen die Amis am 14. Februar immer noch in einen Liebesrausch. Mit Herzchen in den Augen schenkt man dort jedem etwas, der einem über den Weg läuft: Nachbarn, Chefs und sogar den eigenen Wau-Waus und Miezis.
Von der oder dem Liebsten wird am besagten Tag alles erwartet! Ein spektakulärer Heiratsantrag oder ein romantischer Paris-Trip sollte es schon sein – nur mit ollen Rosen anzukommen könnte mindestens ein Trennungsgrund sein!
Am Valentinstag alleine zu sein ist in den USA also ungefähr so wie mit dem Wendler im Big Brother-Haus eingeschlossen zu sein. Man will es sich gar nicht ausmalen.

Was für die einen das Schlimmste wäre ist für andere einfach nur: Sooo niedlich!
Und hierzulande? Hat sich der Valentinstag ähnlich spektakulär niedergelassen wie etwa Halloween. Gähn. Hier bringt der 14. Februar Verliebte höchstens in eine dämliche Verlegenheits-Lage. Grund sind vermutlich alberne Hollywood-Schnulzen, die manche denken lassen: Verliebte müssen sich an diesem Tag beschenken! Schenkt dann einer was, beschwert sich aber vermutlich der Beschenkte, warum so eine Aufmerksamkeit nicht einfach mal so kommen kann. Weil man ja auch an den anderen Tagen im Jahr voll verliebt ist und so. Schenkt keiner was, gibt’s auch mindestens ein langes Gesicht. Und alles nur wegen Jennifer Aniston!
Fakt ist: Laut einer aktuellen Umfrage hat bis jetzt mindestens jeder zweite Deutsche ab 14 Jahren schon einmal etwas an Valentinstag verschenkt. Lustigerweise kennt aber niemand jemanden, der es tut.
„Ich werd’ doch keine Blumen kaufen, nur weil 14. Februar ist!“ wird deshalb wohl auch in Zukunft ein Bomben-Statement für alle Romantik-Individualisten bleiben. Und irgendwie ist das total okay.
Valentinstag heißt in den USA auch 2010: Liebe als gäbe es keinen Morgen mehr! Auch Taylor Swift ist liebestrunken (bei 0:50)







