Alexandra Burke
Overcome
2010, Sony Music
Review
19/02/10 by CaroErfolgsfaktor Castingshow: So wie das TV-Format hierzulande funktioniert, klappt es auch in Großbritannien – nur noch erfolgsversprechender. „X-Factor“ nennt sich dort die Talentschmiede, die „No Names“ zu Superstars macht.
Leona Lewis gewinnt 2007 die Show und ist seither ziemlich gut im Geschäft. Und auch für ihre Nachfolgerin, Alexandra Burke, ist der Sieg ein Erfolgsgarant: Die 21-jährige Londonerin erreichte mit einer Coverversion des Leonard-Cohen-Klassikers „Hallelujah“ kurz nach dem X-Factor-Finale Ende 2008 die Spitze der UK Single-Charts. Mit einem Höllentempo, denn so schnell hat sich in der britischen Chart-Geschichte noch nie die Single einer Sängerin verkauft.
Zehn Monate später schießt auch prompt ihre erste eigene Nummer „Bad Boys“, die sie mit US-Rapper Flo Rida aufnimmt, auf Platz eins der britischen Hitparade - und auch das mit einem Rekordergebnis: Bereits am ersten Verkaufstag bricht die Nummer alle Verkaufsrekorde und am Ende der ersten (!) Woche kann Burke sogar die Jahresbestleistung für sich verbuchen. Klingt doch ganz gut für den Anfang.
Auch das Debüt-Album „Overcome“ steigt sofort auf Platz eins der UK-Charts. Dass ihre erste Platte ein Hit wird, ist auch dem US-Produzententeam Phantom Boyz zu verdanken. War Burke anfangs auf Motown-Songs fixiert, haben sie die Idee bald verworfen und Alexandras eigenen Stil kreiert. Auf 13 Tracks kann man sich nun von ihren Sanges-Qualitäten und ihrer Stimm-Breite überzeugen: Von Balladen, Soul- und Dance- bis zu Pop-Songs und dem X-Factor-Siegeslied „Hallelujah“ ist alles dabei.
Speziell für die Tanzwütigen unter uns, die bei gewissen Rhythmen einfach nicht stillsitzen können, sind die Uptempo-Nummern „All Night Long“, „Broken Heels“, „Dumb“ und „Nothing But The Girl“ perfekt. Mit elektronischen Dance-Elementen gespickt, verleiten sie definitiv zum Losshaken. Etwas ruhiger, jedoch keinesfalls weniger rhythmisch, sind auch „Gotta Go“ und „Good Night Good Morning“. Für letzteren Song hat sie sich R&B-Sänger Ne-Yo dazu geholt. Das Volumen ihrer tiefen Stimme kommt speziell bei „Overcome“ so richtig zur Geltung und erinnert an ihre ehemalige X-Factor-Duett-Partnerin Beyonce. Die Balladen „Silence“ und „They Don’t Know“ runden Burkes musikalisches Erstlingswerk noch ab. Wer also eine Platte mit einer guten Mischung aus den diversen Musikstilen sucht, der kann „Overcome“ ab 19. Februar 2010 im hiesigen Handel erstehen.










