Android
Konkurrenz fürs iPhone
02/10/09
Product News
02/10/09 by RemoZwar klingt Android nach einem Charakter aus der Star Wars Serie, jedoch handelt es sich um ein Google-Betriebssystem für Smartphones. Ja, das sind sozusagen kluge Mobiltelefone, welche die erste, ernst zu nehmende Konkurrenz zum iPhone von Apple darstellen.
Monopol zerschlagen
Zwar klingt Android nach einem Charakter aus der Star Wars Serie, jedoch handelt es sich um ein Google-Betriebssystem für Smartphones. Ja, das sind sozusagen kluge Mobiltelefone, welche die erste, ernst zu nehmende Konkurrenz zum iPhone von Apple darstellen.
Monopol zerschlagen
Seit dem Release des iPhones 2007 kämpft die Mobiltelefon-Industrie (nahezu) vergebens gegen das Apple-Überprodukt. Wer in technischer Hinsicht etwas auf sich hält, hat sich längst ein iPhone geholt und erfreut sich an den dazugehörigen Widgets (das ist Neudeutsch und bedeutet so viel wie Applikationen oder Programme, beinhaltet aber auch Spiele und eben alles, was man sonst noch auf sein „Telefon“ packen kann). Es stellt sich die Frage, ob man tatsächlich eine digitale Gitarre, Facebook, die persönliche Wetter-Fee oder GPS auf seinem Mobiltelefon braucht – Spaß macht es aber allemal!
Nun lanciert Google mit „Android 1.6“ eine würdige und vor allem weit preiswertere Alternative und gefährdet somit die Vorherrschaft des iPhones.
Offene Quelle
Google setzt beim Relaunch des Betriebssystems, das bereits seit über einem Jahr auf dem Markt ist, auf Open Source (zu deutsch Offene Quelle beziehungsweise quelloffen). Das bedeutet, dass der Endnutzer das System ändern und für sich individuell anpassen kann und somit aktiv zur Weiterentwicklung des Produktes beiträgt. Klingt kompliziert, ist es aber nicht! Schlussendlich geht es in erster Linie darum, die Benutzeroberfläche mit den Widgets nach persönlichen Vorlieben zu gestalten. Widgets findet man kostenlos auf dem „Market“, sozusagen dem Markplatz für diese Applikationen, im Internet. Ähnlich wie im iTunes-Store, dem Pendant für das iPhone, findet man im „Market“ unzählige Anwendungen, die man sich mit wenigen Clicks auf seinen Bildschirm ziehen kann.
Zur Standard Ausstattung gehört ein SMS- und e-Mail Tool, Kalender, Stadtkarten und natürlich auch die ganze Web 2.0-Posse, sprich Facebook, Flickr, Twitter und wie sie alle heißen. Daneben gibt es aber bereits über 10.000 weitere Widgets. Das ist zwar noch weniger als im iTunes-Store, aber wegen des jungen Alters der Plattform trotz allem ganz ordentlich.
Natürlich fressen diese Applikationen Unmengen an Strom und bereiten den (noch) Batterie-schwachen Handys einige Probleme. Aber auch daran dachten die Android-Masterminds und entwickelten den so genannten App-Killer, eine Funktion, um alle offenen Widgets mit einem Klick zu schließen.
Google-Abhängigkeit
Natürlich basiert Android auf Google Produkten. Das bedeutet, dass man mehr oder weniger gezwungen ist, einen Google-Account mit GoogleMail, Kalender und so weiter zu eröffnen und sich somit bereit erklärt, sein persönliches Adressbuch, e-Mails und Kalender auf den Google Servern abzulegen. Aufgrund der Kritik von Datenschützer ist es mittlerweile möglich Android Handys ohne Google-Account zu benutzen. Allerdings ist man dann in der Anwendung eingeschränkt.
Bei der Wahl des Gerätes an sich ist man aber unabhängig, sprich es gibt verschiedene Hersteller, die Androids (Handy, die mit Android betrieben werden können) anbieten. Auf dem deutschen Markt gibt es momentan vier Modelle: Neben dem exklusiv von T-Mobile angebotenem „G1“ (wird im Ausland als „HTC Dream“ verkauft), gibt es die beiden HTC-Modelle „Hero“ (bei T-Mobile als „G2 touch“) und „Magic“ sowie das „Galaxy“ von Samsung. Die Hersteller wollen den Markt in Zukunft natürlich noch weiter ausbauen. So präsentierte HTC beispielsweise vor wenigen Tagen das Model „Tattoo“ und hat mit dem „Hero200“ ein weiteres Ass im Ärmel. Auch Motorola, Acer, Archos und LG werden bald Android-fähige Smartphones vertreiben. Weiter kann das chinesische OPhone dem iPhone nicht nur in Sachen Namen das Wasser reichen. Die Liste mit weiteren Anbietern ist lang...und wird immer länger.
Zuerst die heimischen vier Wände, dann Weltherrschaft
Da Google mit Chrome OS bereits ein hauseigenes Konkurrenz-System zum Android veröffentlicht, stellt sich die Frage, was denn mit dem System in Zukunft passieren soll. Die Antwort: Fernbedienung für das gesamte Eigenheim. Der Touchscreen-Hersteller „Touch Revolution“, mit dem Android eng zusammenarbeitet, will mit Androids die heimischen vier Wände kontrollieren und Fernseher, Klima- sowie Security-Anlage, Garagentor und Rollläden steuern. Es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis man mit den Geräten, die ursprünglich zum Telefonieren da waren, die ganze Welt regieren kann.













