Nick Cave and the Bad Seeds
Artist Profile
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05/05/09Für einen Musiker, der sich gerne mit den dunklen Seiten des Daseins befasst, ist es nur konsequent, dass er seinen größten Erfolg mit einem Album über Mord und Totschlag feiert: „Murder Ballads“ heißt das Album und rückt Nick Cave 1996 erstmals in den Mainstream. Dabei ist das für Cave typisch düstere Album bereits das Neunte, das er zusammen mit seiner Band, The Bad Seeds, veröffentlicht.
Auch auf dem Album: Die erfolgreichste Single seiner Karriere „Where The Wild Roses Grow“. Nick Cave und Kylie Minogue singen aus der Perspektive des Mörders und der Ermordeten ein schaurig schönes Duett über den Tathergang. „Where The Wild Roses Grow“ schafft es in über zwanzig Ländern rund um den Globus in die Top 20.
Von der Geburtstagsparty...
Der große Erfolg von „Murder Ballads“ ist eigentlich nur die gerechte Belohnung für die jahrelange, harte Arbeit des in Australien aufgewachsenen Vollblutmusikers. Nick Cave (*22.09.1957) ist erst zwanzig, als er das Kunststudium in Melbourne schmeißt, um sich voll und ganz auf die Musik zu konzentrieren. Zu diesem Zeitpunkt spielt er schon seit fast fünf Jahren mit seinen Schulfreunden in der Band „The Boys Next Door“, aus der 1980 „The Birthday Party“ wird.
Bis zur Auflösung von „The Birthday Party“ vier Jahre später, baut sich die Band eine treue Fangemeinschaft nicht nur in Australien, sondern auch in Europa auf. Das liegt nicht zuletzt am gemeinsamen Band-Umzug zuerst nach West Berlin und später nach London. Berühmt ist „The Birthday Party“ vor allem für Caves gesangliche wie körperliche Ausraster auf der Bühne - begleitet von harten Rockgitarren und ordentlich Feedback.
...zu den bösen Samen!
1984 dann das überraschende Ende der Geburtstagsparty. Nick Cave, der mittlerweile schwer heroinsüchtig ist, sammelt zusammen mit seinem Freund und Ex-Birthday-Party-Mitglied Mick Harvey Musiker, um eine neue Band zusammenzustellen. Sogar Blixa Bargeld, Gitarrist bei den Einstürzenden Neubauten, wird Mitglied der neuen Formation um Nick Cave. „The Bad Seeds“ heißt die neue Band und mit ihr nimmt Cave von 1984 bis 2008 insgesamt 14 Alben auf – darunter auch besagter Mega-Erfolg „Murder Ballads“.
Aber damit nicht genug: Herr Cave entsagt dem Heroin und sein sowieso schon hoher kreativer Output steigert sich so sehr, dass er neben der Musik noch zwei Romane und ein Drehbuch schreibt, sechs Soundtracks komponiert und in vier Filmen sogar selbst mitspielt. Und wie sollte es anders sein, auch da geht es meist um die Abgründe der menschlichen Seele. Das morbide Erfolgsrezept des Nick Cave scheint sich auf jeden Fall auszuzahlen.









